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FAQ zur PicoScope 2200AB Serie
Was ist die PicoScope 2200AB Serie?
Die PicoScope 2200AB Serie umfasst kompakte USB-Oszilloskope für Messungen an elektronischen Schaltungen, Baugruppen und Signalen. Im Gegensatz zu klassischen Tisch-Oszilloskopen wird ein PicoScope per USB mit dem Computer verbunden und über die PicoScope Software bedient. Dadurch stehen ein großer Bildschirm, komfortable Analysefunktionen und einfache Dokumentationsmöglichkeiten zur Verfügung.
Die Serie eignet sich besonders für Entwicklung, Service, Ausbildung, Fehlersuche, mobile Messungen und Laborarbeitsplätze mit wenig Platz. Die PicoScope 2000 Serie bietet je nach Modell Bandbreiten bis 100 MHz, Abtastraten bis 1 GS/s und Speichertiefen bis 128 MS.
Für welche Anwendungen eignet sich ein PicoScope 2200AB?
Ein PicoScope 2200AB eignet sich für viele typische Messaufgaben in Elektronik, Entwicklung, Ausbildung und Service. Dazu gehören das Prüfen von Sensorsignalen, Mikrocontroller-Schaltungen, digitalen Pegeln, PWM-Signalen, Takt- und Steuersignalen, Audiosignalen sowie einfachen Bus- und Kommunikationssignalen.
Besonders praktisch ist die Serie, wenn ein mobiles oder platzsparendes USB-Oszilloskop benötigt wird. Da die Geräte über USB mit Strom versorgt werden, ist kein separates Netzteil erforderlich. Das macht sie interessant für Außendienst, Schulung, Werkstatt, Prüffeld und flexible Laborplätze.
Welche Unterschiede gibt es zwischen PicoScope 2204A, 2205A, 2206B, 2207B und 2208B?
Die Modelle unterscheiden sich vor allem bei Bandbreite, maximaler Abtastrate und Speichertiefe. Die günstigeren A-Modelle sind für einfache bis mittlere Messaufgaben geeignet, während die B-Modelle mehr Leistung, größere Bandbreiten und tiefere Speicher für anspruchsvollere Analysen bieten.
Als einfache Orientierung gilt: Für Ausbildung, Grundlagenmessungen und einfache Service-Aufgaben reicht häufig ein kleineres Modell. Für schnellere Signale, serielle Daten, längere Aufzeichnungen oder detailliertere Fehlersuche sind die B-Modelle die bessere Wahl. Die PicoScope 2000B Modelle bieten laut Hersteller unter anderem tiefere Speicher bis 128 MS, höhere Bandbreiten bis 100 MHz und schnellere Wellenformaktualisierung.
Ist ein PicoScope 2200AB eine Alternative zu einem klassischen Tisch-Oszilloskop?
Ja, ein PicoScope 2200AB kann in vielen Anwendungen ein klassisches Tisch-Oszilloskop ersetzen. Der große Vorteil liegt darin, dass Anzeige, Bedienung, Speicherung und Auswertung über den PC erfolgen. Dadurch lassen sich Messkurven groß darstellen, dokumentieren, speichern, exportieren und komfortabel analysieren.
Ein Tisch-Oszilloskop kann Vorteile haben, wenn ein komplett eigenständiges Gerät ohne Computer gewünscht ist. Ein PicoScope ist dagegen besonders stark, wenn Mobilität, Softwarefunktionen, ein großer Bildschirm, Datenexport und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis wichtig sind. Pico Technology beschreibt die Serie ausdrücklich als kompakte Lösung mit Tischgeräte-Leistung im kleinen Format.
Welche Software wird für das PicoScope verwendet?
Für die Bedienung wird die PicoScope Software verwendet. Die aktuelle PicoScope 7 Software ist für Windows, macOS und Linux verfügbar. Sie bietet Funktionen für Oszilloskopdarstellung, Messungen, Analyse, Triggerung, Spektrumanalyse, serielle Protokolldecodierung und Dokumentation.
Ein wichtiger Vorteil: Die Software ist kostenlos verfügbar, und laut Hersteller werden neue Funktionen über kostenlose Updates ergänzt. Dadurch bleibt das PicoScope auch nach dem Kauf softwareseitig aktuell.
Hat die PicoScope 2200AB Serie einen Funktionsgenerator oder AWG?
Ja. Die PicoScope 2000 Serie verfügt modellabhängig über einen integrierten Funktionsgenerator und einen arbiträren Wellenformgenerator, kurz AWG. Damit können zum Beispiel Sinus-, Rechteck-, Dreieck- oder frei definierte Signale erzeugt werden.
Das ist besonders nützlich, wenn eine Schaltung nicht nur gemessen, sondern auch aktiv mit Testsignalen angeregt werden soll. Typische Anwendungen sind das Testen von Verstärkern, Filtern, Eingängen, Sensorstufen oder digitalen Schaltungen. Laut Hersteller sind alle Modelle der PicoScope 2000 Serie mit Funktionsgenerator und AWG ausgestattet.
Was bedeutet „bis zu 1 GS/s“ bei einem PicoScope?
„Bis zu 1 GS/s“ bedeutet, dass das Oszilloskop modellabhängig maximal bis zu 1 Milliarde Abtastwerte pro Sekunde erfassen kann. Diese hohe Abtastrate ist wichtig, um schnelle Signaländerungen zeitlich fein aufzulösen.
Wichtig ist aber: Die maximale Abtastrate hängt vom gewählten Modell und der Anzahl aktiver Kanäle ab. Bei mehreren aktiven Kanälen wird die maximale Abtastrate zwischen den Kanälen geteilt. Für die Praxis bedeutet das: Wer sehr schnelle Signale oder mehrere Kanäle gleichzeitig erfassen möchte, sollte eher zu einem leistungsstärkeren Modell der Serie greifen.
Was bringt ein tiefer Speicher beim PicoScope?
Ein tiefer Speicher ermöglicht es, mehr Messpunkte pro Aufnahme zu speichern. Das ist besonders hilfreich, wenn längere Signalverläufe mit hoher zeitlicher Auflösung aufgezeichnet werden sollen. Ohne ausreichend Speicher muss ein Oszilloskop bei längeren Zeitfenstern die Abtastrate reduzieren, wodurch Details verloren gehen können.
Für einfache Messungen reicht oft ein kleinerer Speicher. Für sporadische Fehler, digitale Kommunikation, lange Signalfolgen oder detaillierte Analysen ist ein größerer Speicher deutlich vorteilhaft. Die PicoScope 2000 Serie bietet je nach Modell Speichertiefen bis 128 MS.
Kann ich mit einem PicoScope auch serielle Protokolle analysieren?
Ja, die PicoScope Software unterstützt serielle Protokolldecodierung. Das ist besonders hilfreich bei der Fehlersuche an Mikrocontroller-, Embedded- und Kommunikationsschaltungen. Je nach Signal und Anwendung können Protokolle sichtbar gemacht und zeitlich mit den elektrischen Signalen verglichen werden.
Für einfache serielle Signale können bereits die analogen Kanäle genutzt werden. Wenn zusätzlich viele digitale Signale parallel analysiert werden sollen, sind Mixed-Signal-Modelle mit digitalen Eingängen sinnvoll. Die PicoScope 7 Software enthält laut Hersteller integrierte serielle Decoder ohne zusätzliche Kosten.
Welches PicoScope 2200AB Modell sollte ich kaufen?
Das passende PicoScope hängt vor allem von der benötigten Bandbreite, Abtastrate, Speichertiefe und Anwendung ab. Für einfache Messungen, Ausbildung, Hobby, Service und grundlegende Elektronik sind kleinere Modelle oft ausreichend. Für Entwicklung, schnelle digitale Signale, längere Aufzeichnungen, serielle Analysen oder anspruchsvollere Fehlersuche sind Modelle mit höherer Bandbreite und größerem Speicher empfehlenswert.
Als Faustregel gilt: Lieber etwas Reserve bei Bandbreite und Speicher einplanen, wenn das PicoScope regelmäßig professionell eingesetzt wird. Wer nur gelegentlich einfache Signale messen möchte, kann mit einem Einstiegsmodell starten. Wer das Gerät langfristig in Entwicklung, Labor oder Qualitätssicherung nutzt, profitiert meist von einem stärkeren Modell wie dem PicoScope 2207B oder 2208B.
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